Es ging weiter die Küste rauf nach Noosa Heads – einer meiner absoluten Lieblingsspots an der Ostküste. Der entspannte Surfvibe, die traumhaften Strände und der Coastal Walk machen den Ort einfach besonders. Im Winter laufen hier außerdem richtig gute Longboardwellen. Es war ein Traum, den Surfern zuzuschauen und später selbst wieder ins Wasser zu springen. Nach langer Zeit habe ich auch wieder Bodysurfen ausprobiert – inklusive ein paar ordentlicher Waschmaschinen. Genau so stellt man sich den Australian Dream vor.
Neben dem Surfen lohnt es sich aber auch einfach, die Gegend zu genießen. Rund um Noosa gibt es unzählige schöne Strände zum Spazierengehen. Besonders gut gefallen hat mir Castaways Beach. Kilometerlanger Sandstrand, kaum Menschen und perfekt für eine entspannte Laufrunde direkt am Wasser oder einen langen Spaziergang zum Sonnenuntergang.
Mein persönliches Highlight war aber der Lake Weyba. Ein großer, flacher Salzsee – perfekt zum Wingfoilen, Kiten und Windsurfen. Vor allem bei Südwind entstehen riesige Flachwasserbereiche. Und genau den hab ich erwischt.
Gegen 11 Uhr kam der Wind langsam rein. Nicht besonders konstant, dafür mit ordentlichen Böen. Mit dem 4.0er Wing war ich schnell überpowert und bin nach einer kurzen Kaffeepause auf 3.0 gewechselt. Typisch für Lake Weyba: Der Wind kann innerhalb weniger Minuten von perfekt auf komplett weg wechseln. Da braucht’s manchmal einfach etwas Geduld.
Bis es tief genug zum Foilen ist, muss man erstmal rund 300 Meter rauslaufen oder fahren. Das hat mich sofort an zuhause erinnert. Auch der Untergrund fühlt sich fast gleich an – Sand und Schlamm, wie am Neusiedler See. Mit einem kleinen Unterschied: Statt Barschen und Enten gibt’s hier Stachelrochen und hin und wieder sogar Bullenhaie, weil der See mit dem Meer verbunden ist. Ein kleiner Sidefact, der jede Session nochmal ein Stück spannender gemacht hat.